Torben Brinkmann (Ex-"Unter uns") ~ 15. März 2007
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onruhr: Im Sommer 2006 bist du das letzte Mal bei „Unter uns“ zu sehen gewesen, was machst du jetzt?
Torben Brinkmann: Jetzt gehe ich erst mal meinem ganz normalen Schulalltag nach. Morgens sitze ich in der Schule, danach bin ich im Sportverein, treffe mich mit Freunden und ich spiele seit kurzem in einer Band. Ein ganz normales Leben!
onruhr: Eigene Band klingt interessant, was macht ihr für Musik?
Torben: Wir haben jetzt erst mal in dem Keller eines Kollegen von mir einen Bandraum bekommen, den haben wir mit Dämmmaterial und allem möglichen ausgelegt. Wir treffen uns zwei- bis dreimal in der Woche zum musizieren. Mittlerweile haben wir sogar unsere ersten zwei Lieder fertig, die Richtung Hardrock und Grunch gehen. Unsere Band nennt sich übrigens „Strange Days“. Es macht einfach sehr viel Spaß.
onruhr: Singst du oder spielst du ein Instrument?
Torben: Ich spiele Gitarre, dass mache ich ja jetzt auch schon ein paar Jahre.
onruhr: Zurück zu „Unter uns“, kam der Ausstieg damals sehr plötzlich oder wie war das damals?
Torben: Nach den letzten Dreharbeiten verschwand meine Figur Oliver nach St. Peter-Ording mit seiner Adoptivmutter Ariane. Danach war eine Rückkehr von mir nicht mehr geplant, eigentlich sehr schade.
onruhr: Hast du komplett mit der Schauspielerei abgeschlossen oder würdest du dich über ein neues Rollenangebot freuen?
Torben: Abgeschlossen habe ich damit auf keinen Fall, aber im Moment fehlt mir dafür ein bisschen Zeit, wegen der Schule. Schließlich möchte ich meine Zulassung in die Oberstufe gut schaffen, aber wenn ich spontan ein Angebot kriegen würde, würde ich sicherlich sofort zusagen.
onruhr: Wie war es für dich von heute auf morgen bekannt zu sein?
Torben: Es war schon ziemlich ungewöhnlich, weil die Leute in der Stadt einen schon mal von der Seite aus angeschaut haben. Aber mit der Zeit hat man sich da eigentlich relativ schnell dran gewöhnt. War ein tolles Gefühl!
onruhr: Schule und Soapstar sein – kam da nicht Neid bei deinen Mitschülern auf?
Torben: Es gab natürlich Leute die neidisch waren, aber damit hatte ich nicht so große Probleme. Das habe ich auch eher im Nachhinein mitbekommen.
onruhr: Wie sind deine Lehrern, Mitschülerinnen und Mitschüler mit der Rolle im Fernsehen denn umgegangen?
Torben: Die meisten meiner Mitschüler wussten davon, weil ich ihnen das vorher erzählt habe. Viele von denen haben meine erste Folge auch mit mir zusammen geguckt, bei mir zuhause und nach der Ausstrahlung der ersten Folge kamen natürlich auch ein paar Lehrer zu mir und haben mich auf die Rolle angesprochen. Die fanden das alles ganz toll und waren ziemlich verwundert, als sie mein Gesicht im Fernsehen gesehen haben.
Onruhr: Was hast du aus deiner Zeit bei „Unter uns“ für dein heutiges Leben mitgenommen?
Torben: Zuerst einmal wie man sich vor der Kamera bewegt und natürlich wie man eine gewisse Disziplin aufbringt um die Termine und Dreharbeiten zu koordinieren. Also das man sich nach den anderen richten muss, dass man sich nach seinem Zeitplan richten muss und das man nicht einfach sagen kann: „Ach, heute habe ich keine Lust“, und alles absagt. Es ist einfach eine tolle Sache und ich würde jedem empfehlen sie zu erlernen, wenn man die Chance dazu bekommt.
onruhr: Du hast als Schauspieler eine eigene Gage bekommen. Was ist mit dem Geld passiert?
Torben: Das meiste Geld davon ist auf einem Konto, schließlich möchte ich mir in der Zukunft den Führerschein finanzieren können und ein Auto oder Studium. Natürlich habe ich mir aber auch etwas gegönnt. Ich habe mir einen kleinen Verstärker für meine Gitarren besorgt, dass ist aber so ziemlich das einzigste was ich ausgegeben habe. Den Rest habe ich für später zurückgelegt.
onruhr: Neben der Musik bist du auch Fußballer, seit wann spielst du und wo?
Torben: Ich spiele seit meinem fünften Lebensjahr beim SG Schönebeck und habe dabei sehr viel Spaß. Im Moment spielen wir in der normalen Gruppe und belegen den dritten Platz, aber wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison wieder in der Niederrheinliga spielen können. Das ist die höchste Liga in der unsere Mannschaft aufgrund unserer Altersklasse spielen kann.
onruhr: Wäre es nicht toll eine Karriere als Fußballprofi zu starten?
Torben: Ich glaube es gibt schon bessere Spieler als ich. Es ist mein Hobby, dass mir auch sehr viel Spaß machen, aber in der Bundesliga sehe ich mich auf keinen Fall. Es ist einfach ein Spaßfaktor, dort mit meinen Freunden zu spielen und natürlich auch auf Leistung zu spielen, aber eine Karriere in dem Bereich habe ich nicht im Blickfeld.
onruhr: Kommen wir mal zu deiner Heimat „Essen“, was bedeutet die Stadt für dich?
Torben: Ich wohne in Essen-Schönebeck, dass schöne hier ist, dass es alles sehr ruhig gelegen ist. Die Stadt hat viele Gegensätze und das finde ich sehr gut. Man kann in die Innenstadt fahren, wo man wirklich viel Auswahl hat zum shoppen oder ins Kino gehen kann. Aber es gibt auch ruhige Ecken in Essen, beispielsweise Parks oder Grünanlagen, wo man sich aufhalten kann. Natürlich gibt es auch viel für Jugendliche, wo man etwas unternehmen kann. Das finde ich klasse!
onruhr: Abschließend, was planst du für das nächste Jahr?
Torben: Erstmal möchte ich in die Oberstufe kommen und weiter auf das Abitur hinarbeiten um den Abschluss zu bekommen. Außerdem überlege ich, mir wieder eine neue Agentur zu suchen und mal zu schauen, ob ich für Dreharbeiten oder Fotoshootings gebucht werde. Ansonsten lasse ich mich überraschen.